Prof. Arch. DI Ernst "Ernstl" Mayer

Seit der 2. Klasse versucht uns der Professor Ernstl die Geheimnisse des Riccabonas zu erläutern.
Früh morgens ist unser Ernstl immer einige Minuten zu spät, was wohl mit seinem knapp angesetzten Segafredo Besuch zu tun hat. Was wohl auch der Grund ist, dass er so gut wie nie vor der Schule einen Parkplatz findet. Deshalb parkt er sich einfach zwischen die Autos und versperrt so die Ausfahrt. Endlich, trifft er nervös mit einem "griaß eich" in der Klasse an, immer sein Auto im Blickfeld, beginnt er mit dem Unterricht. Seine verstohlenen Blicke aus dem Fenster sind glaube ich, jedem aufgefallen. Endlich eine freie Lücke entdeckt, schwubs, mit einem "I bin glei wida do" ist er in seinem Audi A6 und kurbelt ihn grazil in die frei gewordene Parklücke.
Es war für ihn sicher nicht leicht, weil er ein Fach unterrichtete, welches einige in der Klasse nicht sonderlich interessierte. Da es verbal oft nicht möglich war, die Tiefen dieser Materie zu erläutern, versuchte er es mit akrobatischen Übungen an der Tafel. Stellte man ihm eine einfache Frage, so musste man damit rechnen, dass die Antwort meistens sehr umfangreich und erst nach 15 bis 30 Minuten auf den Punkt gebracht wurde. Deshalb wurden viele Fragen einfach nicht gestellt, weil man sich die Torturen ersparen wollte, und somit eigene Lösungen suchte, welche jedoch nicht immer richtig waren. Weiters hatte er auch keinen Überblick welche Lehrfilme schon angesehen wurden. So kam es oft vor, dass wir uns den gleichen Film gleich dreimal ansehen durften.Grundsätzlich ist zu sagen, dass ein paar einfach gesprochene Sätze (ohne Sarkasmus) während des Unterrichts nicht geschadet hätten. Auch zu erwähnen sind die halbstündigen Umbauarbeiten im Klassenraum im Bezug auf Sitzordnung vor jedem Test. "Ihr seid so dicht, so dicht wie ein massiver Block", war die Bezeichnung für unsere engen Sitzreihen.
Zu guter Letzt möchten wir uns bei ihnen für die 4 lehrreichen Jahre und die 11 + 3 kleinen Bier bei der Maturafeier bedanken.